Chronik unseres Vereins

 

Bevor die Adenauer Tafel gegründet wurde, informierten sich die Initiatoren bei der Ahrweiler Tafel sowie bei der Mayener Tafel.

 

Im Mai 2008 wurde der Verein von Einwohnern der Verbandsgemeinde Adenau gegründet. Außer der Weitergabe von Lebensmitteln wolle der Verein "Anregungen zur Selbsthilfe geben, Gespräche anbieten, seelsorgerische Hilfe organisieren oder Fahrgemeinschaften ins Leben rufen, damit auch Menschen aus den umliegenden Ortschaften zu uns finden können", sagte Vorstandsmitglied Bärbel Kehrer-Kremer der Rhein-Zeitung.

 

Am 12. November 2008 eröffnete der Verein erstmals seine Ausgabestelle für Lebensmittel in Adenau. 20 Mitarbeiter waren zu Anfang ehrenamtlich für die Adenauer Tafel im Einsatz, um die Berechtigungen zu überprüfen, Lebensmittel abzuholen und an die Bedürftigen auszugeben. Antragsteller würden in der Reihenfolge ihrer Anmeldung überprüft; erfüllen sie die Voraussetzungen, dann erhalten sie einen Berechtigungsausweis und eine laufende Nummer für die Ausgabe, berichtete die Rhein-Zeitung am 16. Oktober 2008. Bei Lebensmittelmärkten und Bäckern der Johanniterstadt sei das Projekt auf positive Resonanz gestoßen.

 

Bei einer Mitgliederversammlung im Februar 2013 wurde Dieter Trojahn als Erster Vorsitzender bestätigt. Brigitte Skiba blieb Kassenwartin. Die Wahl eines Schriftführers wurde zurückgestellt. Zum Vorstand gehören außerdem Vertreter der beiden Kirchengemeinschaften, die jeweils kraft Satzung dem Vorstand angehören. Personenunabhängig steht jeder Kirchen- beziehungsweise Pfarreiengemeinschaft ein Sitz in dem Gremium zu. Sie waren bei der Sitzung durch Brunhilde Thomas für die Evangelische Kirchengemeinde Adenau und Thomas Sander für die Katholische Pfarrgemeinde "St. Johannes der Täufer" Adenau vertreten. Dank galt Klaus Lehmann für seine Vorstandstätigkeit. Er hatte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen in der zweiten Jahreshälfte 2012 niedergelegt; Dieter Trojahn hatte die Amtsgeschäfte übernommen. Dank galt außerdem Marga Lehmann, die sich um das Sozialcafé gekümmert hatte. Die Mitgliederzahl beläuft sich im Februar 2013 auf 45 Personen. Rund 140 Empfänger werden vom Verein unterstützt. Bei der Versammlung wurden eine Lebensmittel-Sammelaktionen im Advent 2012, ein „Ölwechsel“ und eine Lebensmittelspendenaktion des Elferrats der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Adenau e.V. und des 11. Regiments in Erinnerung gerufen. Der Verein will sich künftig mit einem Informationsstand an den Stadtfesten in Adenau beteiligen. Außerdem plant er Aktionen zur Integration von Migranten und Asylanten. Vorgesehen sind außerdem ein Wartehäuschen vor dem Eingang der Ausgabestelle sowie ein Adventsessen.

 

Im Mai 2013 wurde der Markt für Leib und Seele mit der Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler ausgezeichnet.

 

Das Berichtsjahr 2015 habe die aktiven Mitglieder vor große Herausforderungen gestellt – als Folge der hohen Zunahme der Zahl der Flüchtlinge, wie der Vorsitzende Dieter Trojahn bei der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2016 sagte. So habe der Verein zur Jahresmitte 2015 von einer bis dahin vierzehntägigen auf eine wöchentliche Ausgabe umgestellt. Die Zahl der Lebensmittelausgaben stieg deshalb von 28 auf 40. Das habe einen zusätzlichen Aufwand für alle Helfer bedeutet. Lebensmittel müssten abgeholt, gelagert und ausgegeben werden. Auch der administrative Aufwand ist deutlich gestiegen. Bislang könnten alle Kunden in angemessener Weise an den Lebensmittelausgaben partizipieren, so Trojahn. Angesichts der großen Zahl der Kunden seien jedoch Zukäufe vonnöten. Deshalb seien Spenden weiterhin und verstärkt erforderlich. Der gemeinnützige Adenauer Verein sei nicht dem Verband der Tafeln angeschlossen; deshalb seien Zukäufe möglich. Ein neues Fahrzeug erleichtere den Lebensmitteltransport. Außerdem gebe es jetzt vor dem Lebensmittelausgabebereich einen Unterstand für die Kunden. Erfreulich dabei: Kunden hätten beim Bau des Unterstandes geholfen. Der Verein hat zu dieser Zeit 61 Mitglieder, die Zahl der Haushalte ist von 85 (2014) auf 117 (2015) gestiegen. 309 Kunden sind berechtigt – im Jahr zuvor waren es 220. Die Zahl der Kinder erhöhte sich von 95 auf 135. Die Zahl der Flüchtlinge stieg von 97 auf 205, darunter 101 Kinder. Rund drei Viertel der Flüchtlinge stammen aus Syrien und Afghanistan. Die Ausgaben für Lebensmittelzukäufe nahm um rund 25 Prozent zu.

 

Am 27. April 2017 wurde Klaus-Peter Rothkegel zum Vorsitzenden gewählt.

 

Entwicklung der Mitgliederzahl

 

Im Oktober 2008 besteht der Verein aus der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Johannes der Täufer" Adenau, der Evangelischen Kirchengemeinde Adenau sowie 15 Einzelpersonen. Außerdem strebten die Initiatoren zu dieser Zeit eine Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Adenau e.V., dem Sozialdienst katholischer Männer und Frauen, der Kleiderkammer Adenau, der Arbeitslosen-Initiative sieben/24 der Initiative "Satte Kinder", der Verbandsgemeinde Adenau und den zu ihr gehörenden Ortsgemeinden an.

 

Im November 2013 zählte der Verein 23 aktive Mitglieder..[4]

 

Im Oktober 2015 hat der Verein 63 Mitglieder, von den etwa die Hälfte aktiv mitarbeiten. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit dem SKFM Katholischer Verein für soziale Dienste.

 

Entwicklung der Zahl der Bedürftigen

 

Der Verein startete mit 25 bedürftigen Haushalten.

 

Im Februar 2010 nahmen jeweils etwa 40 Menschen die Ausgabe in Anspruch.

 

Zum Jahresende 2012 standen alle zwei Wochen rund 40 Menschen Schlange an der Ausgabestelle und holten Lebensmittel für sich und ihre Familien ab. Damit wurden zu dieser Zeit geschätzte 100 Menschen im Adenauer Land unterstützt.

 

Im November 2013 waren es 45 Haushalte, die regelmäßig die Ausgabestelle in den Räumen der ehemaligen Kleiderkammer an der Kirchstraße 19 besuchten.

 

Im Oktober 2015 versorgt die Adenauer Tafel etwa 80 Haushalte mit insgesamt rund 200 Personen. Etwa 40 Prozent der Kunden sind Flüchtlinge aus Syrien, Türkei, Mazedonien, Serbien, Bosnien, Kosovo, Russland, Afganistan, Armenien, Aserbeidschan und Albanien.